12.11.2016

Wege zur erfolgreichen Persönlichkeit

Stärken gezielt entwickeln

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Wäre Bill Gates bei intensiver Übung auch als Schauspieler so berühmt geworden? Wahrscheinlich nicht, auch wenn er 10.000 Stunden intensiv geübt hätte, sowie das der US-Autor Malcolm Gladwell in seinem Bestseller bereits vor einigen Jahren als Erfolgsregel formuliert hat. Studien des Psychologen David Z. Hambrick von der Michigan State Universität zeigen aber, dass Übung allein nicht den Meister macht. Es kommt auch auf Talent und den gezielten Einsatz eigener Stärken an.

Aus Talent Stärke entwickeln

Sie werden dann Erfolg haben, wenn Sie in einem Bereich arbeiten, wo Ihr Talent und Ihre Leidenschaft voll zur Geltung kommen. Aber auch dann ist Übung angesagt. Nur so entwickeln Sie aus Ihrem Talent eine Stärke. Sie werden zum Experten. Ronaldo ist der weltbeste Fußballer, auch weil er mit am härtesten trainiert. Neben Talent und harter Arbeit ist weiterhin ein eiserner Wille treibende Kraft für Erfolg. Die isländische Fußball-Nationalmannschaft hat bei der EM 2016 schön gezeigt, wohin der Glaube an die eigenen Fähigkeiten führen kann.

Entwickeln Sie Ihr Lebenskonzept!

Überlegen Sie daher, was Ihre zentrales Talent ist, wofür Sie brennen und ob sie beides in Ihrem aktuellen Beruf realisieren, so dass ihr Job für Sie auch eine Berufung ist. Wenn nicht, entwickeln Sie einen Plan, ein neues Lebenskonzept, das Sie konsequent verfolgen. Dazu gehören ein Wertesystem, an dem Sie Ihr Handeln ausrichten (z. B. Freiheit, Toleranz, Miteinander), und eine Vision davon, was Sie in Ihrem Leben erreichen möchten, z. B. etwas Innovatives schaffen, eine große Organisation führen, an politischen Veränderungen mitwirken, der Menschheit etwas Gutes tun, in einem Fachgebiet neue Maßstäbe setzen oder einfach das Leben genießen. Räumen Sie danach alle Hindernisse aus dem Weg.

Bremsen auf dem Weg zur Stärke

  • Ausreden: Ausflüchte sind Hintertürchen und Fallen, in denen wir uns selbst gefangen halten. Machen Sie es sich nicht zu leicht, indem Sie anderen oder unglücklichen Umständen die Schuld geben. Sie suggerieren sich damit, dass Sie nichts ändern könnten. Folglich bleibt alles beim Alten.
  • Unentschlossenheit: Zweifel oder Sorgen verhindern oft, dass Sie selbst das Steuer übernehmen können. Wer selbst für sich und sein Leben die Verantwortung übernimmt und auf seine Stärken vertraut, wird aktiv und nimmt den Erfolg in die eigene Hand. Um dies zu ermöglichen hilft von Zeit zu Zeit ein Coaching, eine Supervision oder ein vertrauensvolles Gespräch.
  • Kleinmut: "Ich kann nicht" oder "Ich trau mich nicht" setzen unnötige Grenzen und verhindern, dass Sie von ausgetretenen Pfaden abweichen. Aber nur dann können Sie auch Veränderungen umsetzen. – Raus aus der Komfortzone heißt es da, ausprobieren und sich langsam an größere Aufgaben herantasten.
  • Angst: Furcht ist ein wichtiges Warnsignal, das uns vor Gefahren schützen soll. Taucht sie grundlos oder ohne Kontrolle auf, werden Sie unfähig, notwendige Aktivitäten zu entwickeln. Hier helfen z. B. Entspannungstechniken, um mehr Gelassenheit zu entwickeln. Dann lässt es sich leichter entscheiden, was wirklich gefährlich ist.
  • Perfektionismus: Ihre Energie verpufft für Nebensächlichkeiten und Sie werden nie fertig. Entwickeln Sie auch hier mehr Gelassenheit und Fehlertoleranz mit sich selbst und anderen.

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