03.12.2018

Akustisch überzeugen

Macht der Stimme

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Die Stimme gehört untrennbar zum Erscheinungsbild des Menschen. Sie hat deutlich mehr Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen als vermutet. Erfolgreiche Führungskräfte und Vertriebsspezialisten haben erkannt, wie sich die Stimme optimal nutzen lässt, um Kunden und Mitarbeiter zu überzeugen und für sich zu gewinnen. Hier einige grundlegende Tipps:

Finden Sie zunächst Ihre optimale Stimmlage heraus, d. h. die Stimmhöhe, mit der Sie mühelos längere Zeit sprechen können. Sie können dazu einen einfachen Trick anwenden: Stoßen Sie einen Seufzer der Erleichterung auf "mmm" aus. Jede Stimme ist trainierbar. Stimmqualität hängt von den Ausdrucksmöglichkeiten ab, nicht von bestimmten Stimmlagen. Setzen Sie hohe und tiefe Töne, Kopf- und Bruststimme sowie die Lautstärke variabel ein.

Die Stimme ist ein Spiegelbild unserer emotionalen Verfassung. Bei Ärger beispielsweise schlagen die Stimmlippen sehr abrupt zusammen, was die Stimme gequetscht klingen lässt. Angst zeigt sich auf ähnliche Weise: Die Spannung im Körper überträgt sich auf die Kehlkopfmuskulatur, die Stimme wird höher und nimmt einen monotonen Charakter an. Die Stimme kann sich nur dann optimal entfalten, wenn Atmung, Kehlkopf und Körperhaltung miteinander harmonieren.

  • Die Zwerchfellatmung ist bei der Stimmbildung besonders wichtig, da sie eine wohldosierte Luftzufuhr zum Kehlkopf ermöglicht. Sie können dies üben, indem Sie sich z. B. auf den Rücken legen und eine Hand auf Ihrem Bauch platzieren. Wenn Sie richtig atmen, bewegt sich die Hand beim Einatmen nach oben, und beim Ausatmen sinkt sie wieder nach unten.
  • Für die Stimmerzeugung ist Ihr Kehlkopf das zentrale Organ. Er funktioniert am besten bei ausreichender Feuchtigkeit. Trinken Sie vor einer Rede wenig Kaffee, Tee oder Cola, denn koffeinhaltige Getränke trocknen ebenso wie bestimmte Gewürze (Pfeffer, Salz, Curry) den Körper aus. Auch Rauchen wirkt sich auf die stimmfördernde Schleimproduktion ungünstig aus. Achten Sie auch auf ausreichende Luftfeuchtigkeit im Vortragsraum. Sammeln Sie vor dem Sprechen in der Mundhöhle Speichel. Beim Schlucken von Speichel gelangt nämlich - anders als beim Trinken von Flüssigkeiten - auch eine kleine Menge unter den Kehldeckel, so dass Ihr Kehlkopf ausreichend befeuchtet wird. Gewohnheitsmäßiges Räuspern sollten Sie unbedingt vermeiden, denn es belastet Ihre Stimmbänder unnötig.
  • Beim Training Ihrer Stimme geht es auch um die richtige Körperhaltung. Sorgen Sie für festen Stand ("Erdung"), leicht angewinkelte Knie, eine flexible Hüfte und eine gerade gehaltene Wirbelsäule. Achten Sie darauf, dass Ihre Schultern und Ihr Nacken locker sind. Verspannungen in der Schultermuskulatur wirken sich unmittelbar auf die Stimme aus, die dann gequetscht klingt. Den Kopf sollten Sie gerade halten, um eine optimale Lautbildung zu erreichen.

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